Hilfreiches nicht nur für Imker*innen
Auch erfahrene Imker*innen sind dankbar für den einen oder anderen Tipp. Hier haben wir Ihnen einige Tipps, Links und Hilfestellungen zusammengetragen. Wenn Sie als Leser*in dieser Seite weitere Tipps für uns haben, dann freuen wir uns über jeden Beitrag. Schicken Sie einfach eine Mail an redaktion(at)bzv-nkse.de.
Jahresfarben der Königinnen


Imker*in werden
Bevor man sich das erste Bienenvolk in den Garten stellt, ist eine sorgfältige Vorbereitung wichtig. Um beim Einstieg in die Imkerei als Hobby Rückschläge, Enttäuschungen und unnötige Kosten zu vermeiden, haben wir in unseren
einige Hinweise zusammengestellt, die Ihnen bei der Vorbereitung helfen sollen. Als kleiner Verein können wir keinen Imkerlehrgang durchführen, stellen Neuimker*innen aber auf Wunsch eine Imkerpatin, einen Imkerpaten zur Seite.
In unseren
haben wir ergänzende Hinweise zusammengestellt, falls Sie anstreben, bereits mit einem oder mehreren Wirtschaftsvölkern in die Imkerei einzusteigen oder nach erfolgtem Einstieg mit Wirtschaftsvölkern weitermachen wollen.

Informationen im Netz
Um als Imkerin oder Imker verantwortungsvoll und erfolgreich Bienen pflegen zu können, muss man sich kontinuierlich weiterbilden.
Dazu finden Sie im Netz eine Vielzahl von Informationen rund um die Imkerei. Nicht alles, was dort veröffentlicht wird, ist wissenschaftlich fundiert, manches gar falsch.
Hier finden Sie einige Links zu vertrauenswürdigen Einrichtungen, die auf ihren Seiten umfangreiche Informationen zur Verfügung stellen. Manche stellen auch regelmäßige Informationsbriefe zum kostenfreien Abonnement bereit:
- die-honigmacher.de der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit mehreren sehr guten und kostenfreien Online-Lehrgängen.
- Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Mayen mit Infobrief.
- Förderverein APIS e.V. der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit InfoBriefen.
- LAVES, das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz mit Infobriefen.
- Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau .
- https://bienen.ch, die gemeinsame Plattform der Schweizer Bienenorganisationen mit einer Merkblattsammlung zu nahezu allen Fragen rund um die Imkerei.

Für Mitglieder
Für Vereinsmitglieder steht diverses Imkergerät und Fachliteratur zur Ausleihe zur Verfügung.
Ableger können nach Anmeldung auf dem Vereinsstellplatz oder bei Vereinsmitgliedern aufgestellt werden. Hier finden Sie die entsprechenden Informationen zum Download (PDF-passwortgeschützt):
Das Passwort erhalten Vereinsmitglieder bei unseren 1. und 2. Vereinsvorsitzenden.

Pflichten und Dokumentationen
Unbedingt empfehlenswert ist das Führen einer
- Stockkarte (PDF) für jedes Bienenvolk.
Als Imkerinnen und Imker haben wir aber auch einige Verpflichtungen:
- Meldung von Anzahl und Standort der Bienenvölker an das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises
- Jährliche Meldung von Anzahl und Standort der Völker an die Tierseuchenkasse der Landwirtschaftskammer NRW
- Für die medikamentöse Behandlung der Bienenvölker ist ein Bestandsbuch (PDF) zu führen und fünf Jahre aufzubewahren!
- Führen eines Honigbuches (PDF), sobald Honig in Umlauf gebracht wird. Das Buch ist mindestens bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum des in Verkehr gebrachten Honigs aufzubewahren.
- Beachtung einer guten Hygienepraxis und Durchführung betrieblicher Eigenkontrollen. Zur Dokumentation finden Sie auf der Homepage der Landwirtschaftskammer NRW die entsprechenden Dokumente zum Download.

Flugradius
Der Flugradius einer Honigbiene auf der Suche nach Nektar und Pollen beträgt in der Regel bis zu drei Kilometer.
Bei fehlendem Futter in der Nähe des Bienenstandes können es auch bis zu fünf Kilometer sein.
Der Flugradius ist wichtig, wenn Ableger gebildet werden oder eine Honigtracht angewandert wird. Der neue Standort sollte mindesten drei, besser fünf Kilometer vom alten Standort entfernt sein. Nur so kann sicher verhindert werden, dass die Flugbienen nicht zum alten Standort zurückkehren, sondern sich am neuen Standort einfliegen.
Auf dem Bild ist der Bienenradius 3 km für unseren Ablegerstandort abgebildet.
Für das Ermitteln des genauen Flugradius für den eigenen Standort empfehlen wir die Seite
Geben Sie rechts oben im Kasten den "Bienenstandort", sowie den gewünschen Flugradius ein und Sie sehen dann den entsprechenden Flugradius für Ihren Bienenstandort.

Blühzeiten/ Futter-angebot/Trachtnet
Für imkerlichen Tätigkeiten ist es wichtig, zu wissen, wann welche Pflanzen blühen.
Mit Hilfe der Grünland-Temperatur-Summen (GTS) lässt sich der Blühzeitpunkt einzelner Pflanzen abschätzen. Auf der Internetseite
werden die GTS nach Ort und Zeitpunkt in einem kostenlosen und einfach zu bedienenden Tool zusammengefasst. Das kann z.B. bei der Planung von imkerlichen Eingriffen oder von Wanderungen hilfreich sein.
Insbesondere im Spätwinter und Frühjahr gilt es, den Futtervorrat der Bienen im Auge zu behalten. Im späteren Frühjahr und im Sommer wiederum interessiert der Honigeintrag in den Beuten.
Einen guten Hinweis dazu gibt das
Dort kann der Gewichtsverlauf einzelner Stockwaagen oder für ganze Regionen, wie z.B. den Rhein-Sieg-Kreis oder für ganz Deutschland abgelesen werden. Der
des Fachzentrums zeigt die Waagen auf einer Karte und es können weitere Layer eingeblendet werden, wie z.B. Blühphasen oder Veterinärämter.
In unserer Region stehen folgende Waagen:
- 1440 - Much
- 2418 - Winterscheid
- 0622 - Overath
- 1424 - Lohmar

Varroawetter
Bienenkrankheiten
Besonders zu schaffen macht den Bienen die Varroamilbe, die wiederum Wirtsträger verschiedener Viruserkrankungen der Biene ist. Daher sind alle Imker*innen verpflichtet, regelmäßig gegen die Varroamilbe zu behandeln. Wetterprognosen für den Behandlungserfolg mit den zugelassenen Mitteln finden Sie auf der Seite
Gefürchtet ist die Amerikanische Faulbrut (AFB), eine bereits im Verdachtsfall beim zuständigen Amtstierarzt anzeigepflichtige Bienenseuche. Im Falle eines positiven Befundes wird das Veterinäramt das weitere Vorgehen entscheiden. Es wird ein Sperrbezirk eingerichtet, in dem Bienenvölker weder aus-, noch eingeführt werden dürfen und ggf. werden weitere Maßnahmen, wie z. B. das Keulen von Bienenvölkern veranlasst. Eine aktuelle Liste der Sperrbezirke finden Sie im
Um eine Ausbreitung der AFB zu verhindern ist es besonders wichtig, dass fremde Bienenvölker nur mit Gesundheitszeugnis in das Gemeindegebiet eingeführt werden und alle Bienenstände beim zuständigen Veterinäramt registriert sind.

Königinnenzucht
Die Königinnenzucht und die Bildung von Jungvölkern sind wesentliche Bausteine für eine erfolgreiche Imkerei.
Dabei kommt es auf die genaue Einhaltung von Zeitintervallen an. Ein
erspart das Auszählen der relevanten Termine.
Imker*innen, die mit der Carnica-Biene züchten wollen, können die
auf der Nutscheid nutzen.

Honigettiketten
Viele Imkerinnen und Imker verwenden ein individuelles und selbstgestaltetes Honigettikett.
Hierbei sind eine Vielzahl rechtlicher Vorgaben bindend einzuhalten. In unseren
haben wir versucht, die wesentlichen Informationen zusammenzustellen.

Handwerkliches
Als Schutz der Bienenvölker vor der Asiatischen Hornisse scheinen sich gittergeschützte Fluglöcher, sog. Maulkörbe zu bewähren. Eine Bauanleitung können Sie von der Seite bienen.ch herunterladen (Pdf).
Nach dem Gießen von Mittelwänden hilft eine Schablone aus Holz oder Kunststoff beim Zuschnitt der Mittelwand auf das geforderte Rahmenmaß.
Beim Einlöten von Mittelwänden sorgt eine Glas- oder Plexiglasplatte in der Größe der Mittelwand für eine gleichmäßige Auflage der Mittelwand auf den Drähten.
Hier finden Sie eine
mit dem Sie auch unebenes Gelände sehr gut ausgleichen können.

Pflege von Natur und Umwelt
Als Imkerinnen und Imker fühlen wir uns besonders der Pflege und dem Schutz unserer Natur verbunden.
Unsere Bienen freuen sich, wenn Sie Ihren Garten möglichst bienenfreundlich anlegen und auch für unsere Wildbienen Lebensräume ermöglichen. Auf der
finden Sie viele Tipps und Hinweise zum Erhalt der Artenvielfalt für unsere Wild- und Honigbienen.

20. Mai - Weltbienentag
Der 20. Mai wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen als World Bee Day ausgerufen.
Der Tag hat durchaus seinen ernsten Hintergrund. Das Wissen darum, dass "eine Welt ohne Bienen undenkbar ist" und dass viele Wildbienenarten bedroht sind, ist Auslöser dieser Aktion.
Weitere Informationen zum Weltbienentag und viel Wissenswertes über die Bienen und ihren Schutz finden Sie auf der

Schutzpatron der Imker
Der Schutzpatron der Imker ist der heilige Ambrosius von Mailand. Er wird oft mit einem Bienenkorb dargestellt und ist auch der Schutzpatron der Bienen, der Lebkuchenbäcker und der Wachszieher.
Die Verbindung zu Bienen entstand durch eine Legende: Als Ambrosius noch ein Kind war, soll sich ein Bienenschwarm auf seinem Gesicht niedergelassen und Honig in seinen Mund geträufelt haben, ohne ihm Schaden zuzufügen. Dies wurde als Zeichen für seine spätere "honigsüße Sprache" in seinen Predigten und Schriften gedeutet.
Sein Gedenktag, der 7. Dezember, wird von Imkern weltweit oft als "Tag des Honigs" gefeiert.
BIld: Ambrosius von Mailand, Statue, Sankt Peter am Wimberg – Bild: Wolfgang Sauber, 24. April 2010 (GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version)
